




| Niederhofen, am Donnerstag gegen 19.00 Uhr. Es ist ruhig in der Ortschaft. Die Bewohner gehen ihrer Feierabendbeschäftigung nach. Man beobachtet hier und da die Menschen in ihren Gärten werkeln und hört die Vögel an dem lauen Frühlingsabend zwitschern. In der Nase macht sich der Duft von frisch Gegrilltem bemerkbar. Zu diesem Zeitpunkt laufen bei der Bauschlosserei Hoffer & Ryrich die letzten Vorbereitungen für die anstehende, unangekündigte Übung. Eine Nebelmaschine erzeugt unermüdlich Diskonebel und hüllt die Werkstatt in dichten Rauch, der langsam durch die Fenster nach außen dringt. Im Hof vor der Halle steht ein Fass mit Holz das entzündet wird, um die ersten sichtbaren Anzeichen der Übung in den Himmel steigen zu lassen. Gegen 19.30 Uhr ruft der Abteilungskommandant zum fiktiven Einsatz ins Niederhofener Mischgebiet. Plötzlich ist es vorbei mit der Ruhe. Lautes Sirenenheulen schreckt sämtliche Bewohner auf und die Meldeempfänger alarmieren jeden einzelnen Wehrmann im Ort. Nun geht alles ganz schnell. So schnell als möglich ins Magazin, Rückmeldung bei der Leitstelle, umziehen und ausrücken zum simulierten Einsatz. Nur kurze Zeit später biegt das Löschfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn um die Ecke. Gruppenführer Sandro Esslinger geht nun flugs auf Erkundung, teilt seine Trupps in die von ihm gedachten Aufgaben ein und gibt die Lagemeldung an die Leitstelle ab. Mittlerweile haben sich schon einige neugierige Bewohner des kleinen Teilortes versammelt um das Treiben ihrer Feuerwehr zu beobachten. Unter ihnen befinden sich auch Feuerwehrkommandant Jürgen Kachel, sein Stellvertreter Michael Wagenplast sowie Stadtrat Hartmut Eisele, die diese Gelegenheit nutzen, um sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Abteilung zu machen. Unter den Augen der Beobachter wird nach kurzer Zeit die vermisste Person im Inneren der Werkstatt gefunden. Zur Rettung des unter dem Stapler eingeklemmten Mitarbeiters wird der Rettungstrupp mit Wagenheber zur Unterstützung gerufen. Währenddessen sind die restlichen Wehrmänner mit der Riegelstellung zu den benachbarten Hallen beschäftigt. Nach einer guten Stunde ist der ganze Spuk vorbei und es kehrt wieder Ruhe ein in Niederhofen. |