Erweiterung des Feuerwehrhauses Niederhofen

Volker Lang, Feuerwehr Schwaigern

Bauamtsleiter Rehder erklärte, der Gemeinderat hat im Haushaltsplan 2013 einen ersten Planungsansatz für den Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Schwaigern-Niederhofen in Höhe von 30.000,- EURO eingesetzt. Nachdem sich die Feuerwehrführung über Möglichkeiten der Erweiterung und des Umbaus Gedanken gemacht haben hat am 19.06.2013 ein Gespräch mit Gesamtkommandant Kachel und der Feuerwehrführung aus Niederhofen stattgefunden. Hierbei ist ausgeführt worden, dass man derzeit einen Bedarf sieht für ein kleines Büro, separate und von der Fahrzeughalle getrennt angeordnete Umkleidebereiche sowie einen Lagerraum. Dies könnte unter Umständen im EG realisiert werden, wo sich derzeit noch der Schulungsraum befindet. Nach Mitteilung der Feuerwehr haben einige Feuerwehrangehörige ihre Einsatzkleidung mit nach Hause genommen um den Platzmangel im Gerätehaus zu kompensieren. Die vorhandenen WC-Anlagen könnten soweit am Standort beibehalten werden, müssten evtl. noch eine Verbesserung erfahren bzw. entsprechende Trennung für Damen und Herren, was im Detail noch zu diskutieren wäre. Getrennte Umkleidemöglichkeiten für Damen und Herren sind derzeit nicht vorhanden. Der jetzige Unterrichtsraum im EG ist zu klein, da die Feuerwehr Niederhofen derzeit laut Aussage 45 Mann stark ist und dort nicht komplett untergebracht werden kann. Ebenfalls wäre auch eine separate Küche wünschenswert. Es ist daher angedacht, dass dies im Dachgeschoss untergebracht wird, wobei ein Teil der nach oben offenen Fahrzeughalle hierzu mitgenutzt werden soll. Dort wäre dann der Einzug einer Zwischendecke notwendig. Ebenso wäre es erforderlich, dass voraussichtlich das Dach insgesamt angehoben und mit einem Kniestock versehen wird. Ferner ist darauf hingewiesen worden, dass die Heizung teilweise nicht mehr richtig funktioniert und auch das Dach undichte Stellen aufweist. Beides soll kurzfristig mit geringen Mitteln untersucht und behoben werden. Die Heizung wird derzeit als Nachtspeicherheizung betrieben. Im Rahmen der Planung soll auch überprüft werden, ob gegebenenfalls durch einen kleinen Technikraum eine evtl. andere Heizungsart denkbar erscheint. Von Gesamtkommandant Kachel ist darauf hingewiesen worden, dass ein Zuschussantrag für Fördermittel bis spätestens 15. Februar beim Landratsamt Heilbronn eingereicht werden muss. Dies bedeutet, dass man noch in diesem Jahr mit der Planung soweit voranschreiten muss, dass aussagekräftige Pläne und Kostenschätzungen dann vorgelegt werden können. Es wird allseits davon ausgegangen, dass die Zuschusssituation im kommenden Jahr 2014 geregelt werden kann, ob bereits eine Bewilligung dann auch erfolgen wird ist noch offen. Voraussichtlich wird mit der Baumaßnahme frühestens im Jahr 2015 zu rechnen sein. Dies ergibt sich allerdings aus den weiteren Abläufen. Nach Auskunft der Feuerwehr ist Kreisbrandmeister Vogel bereits im Februar 2010 in Niederhofen zu Gast gewesen und hat sich von der Situation überzeugt. Den geschilderten Handlungsbedarf habe er ebenfalls gesehen und sich dafür ausgesprochen, sich für die Förderung der Maßnahme einzusetzen und diese zu befürworten.

Bauamtsleiter Rehder führte aus, für die oben genannte Aufstockung und Einziehung einer Zwischendecke wird es allerdings auch erforderlich, dass ein Tragwerksplaner hinzugezogen wird. Vom Bauamt wurde daher kurzfristig das an der Leintalschule tätige Statikerbüro Wulle-Laig gebeten, eine erste Sichtung der Planunterlagen und der Örtlichkeit vorzunehmen. Demnach erscheint es nach erster Durchsicht machbar noch eine Aufstockung in gewissem Umfang vornehmen zu können. Detaillierte Berechnungen werden dazu allerdings noch erforderlich, ebenso die Prüfung durch einen Geologen, ob die seinerzeit angenommene Bodenpressung ausreichend ist. Das Büro hat für die Stadt Schwaigern erstmalig an der Leintalschule auf Empfehlung des dort tätigen Architekten gearbeitet und dies zur vollsten Zufriedenheit der Verwaltung. Es wird daher vorgeschlagen, diesen Statiker wiederum mit der Tragwerksplanung zu beauftragen.

Seitens der Verwaltung wird vorgeschlagen Frau Architektin Jeanette Binder mit der Architektenleistung zu beauftragen. Wie üblich wird unter den Planern, ebenso wie bei den Handwerkern für Kleinmaßnahmen, immer wieder abgewechselt. Frau Binder hat für die Stadt bislang noch keine Architektenleistung erbringen können, war jedoch auch schon bei der Erweiterung des Kindergartens im Gespräch. Es erscheint daher folgerichtig, sie mit dieser Architektenleistung zu beauftragen. Dies wurde bereits auch mit der Feuerwehrführung schon besprochen, deren Zustimmung wurde ebenfalls bereits signalisiert. Im Zusammenhang mit dieser Umbau- und Erweiterungsmaßnahme sollte daneben dann aber auch die energetische Seite mit betrachtet und in die Konzeption mit einbezogen werden. Notwendig wird auch der Einbau neuer Tore und energetisch wirksamen neuen Fenstern und Türen. Insgesamt ist somit eine grundlegende Sanierung damit verbunden. Darauf hinzuweisen ist ferner, dass dieses Gebäude inzwischen über 30 Jahre alt ist. Die Baugenehmigung stammt vom 31.1.1979, die Schlussabnahme vom 6.7.1981. Über all diese Jahre wurden dort keine größeren Renovierungs- oder Investitionsmaßnahmen durchgeführt. Sobald erste Planungsentwürfe vorliegen und mit der Feuerwehr besprochen sind werden diese dem Gremium vorgestellt zur weiteren Freigabe. Mit 25 Ja-Stimmen und einer Enthaltung fasste das Gremium mehrheitlich den Beschluss:

  • Frau Architektin Jeanette Binder, Schwaigern-Stetten wird mit der Architektenleistung für Leistungsphase 1 ? 9 beauftragt, es erfolgt wie üblich stufenweise Beauftragung.
  • Das Ingenieurbüro Wulle-Laig, Heilbronn wird mit der Tragwerksplanung beauftragt, Leistungsphasen nach Bedarf und Abstimmung mit der Architektin.

Quelle: Stadtverwaltung Schwaigern

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