Gemeinderat zu Besuch bei der Feuerwehr

Volker Lang, Feuerwehr Schwaigern
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Nachdem im Herbst ein neuer Gemeinderat gewählt worden war, hat die Feuerwehr diesen nun eingeladen, um den Mitgliedern einen Überblick über gegenwärtigen Status und anstehende Projekte zu geben.

Zunächst gab Kommandant Albert Decker einen allgemeinen Überblick. Er stellte dabei insbesondere heraus, dass die Feuerwehr eine Einrichtung der Gemeinde ist und es Aufgabe der Gemeinde ist, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten hat.

Der Feuerwehr ist die Haushaltslage der Gemeinde bewusst, trotzdem muss die Konzeption der Feuerwehr auf den neuesten Stand gebracht werden. In diesem Konzept geht es vor allem darum, die Fahrzeuge und Logistik auf eine zu erstellende Gefahrenanalyse abzustimmen. Dabei handelt es ist um eine ganzheitliche Konzeption für die Gesamtmarkung und alle 4 Stadtteile. Darin sind sowohl alle Betriebe, relevante Gebäude, sowie das Straßen- und Schienennetz enthalten. Weiterhin muss über den Zustand der Feuerwehrhäuser in Schwaigern und Niederhofen nachgedacht werden. In beiden Gebäuden herrscht akute Raumnot. Hinzu kommt der schlechte Allgemeinzustand in Schwaigern.

An Hand des Stadtplanes machte er deutlich, dass alle 4 Abteilungswehren notwendig sind, da nur so die gesetzlich gefordert Hilfeleistungsfrist von 10 Minuten eingehalten werden kann.

Daneben gibt es Probleme, für die der Gesetzgeber sorgt, und über deren Sinn oder Unsinn man trefflich streiten könnte. Letztendlich muss die Feuerwehr damit und vor allem mit den dadurch entstehenden Kosten fertig werden. Als Beispiele seien nur die Änderungen der Führerscheinklassen, die neue Landesbauordnung und Vorgaben über persönliche Schutzausrüstungen genannt.

Einen Großteil der Einsätze machen die Technischen Hilfeleistungen aus. Im Vorjahr waren das über 50%, während der Anteil der Brandeinsätze nur bei 14% liegt. Ein Abschnitt der K2061 zwischen den Stadtteilen Stetten a.H. und Niederhofen ist vor kurzem komplett neu gestaltet worden. Dieser Bereich hatte sich in den vergangenen Jahren zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt, auf dem es mehrere schwere Unfälle gegeben hatte.

Spektakulärster Einsatz war im Oktober der Brand einer Scheune im Bereich des gräflichen Gutshofes mitten in Schwaigern.

Timo Decker und Werner Sailer zeigten auf, dass die Ausbildung eine ganz wesentliche Säule bei der Feuerwehr Schwaigern darstellt. Rund 200 Ausbildungsstunden muss jeder Feuerwehrangehörige heute absolvieren, bevor er letztendlich „einsatztauglich“ ist. Neben der Ausbildung der eigenen Kräfte hat sich Schwaigern in der Vergangenheit auch als Stützpunkt für verschiedenste Lehrgänge auf Landkreisebene einen Namen gemacht.

Uwe Schlund gab einen Überblick über den derzeitigen Stand der Konzeption und Gefahrenanalyse, die dem Gemeinderat in naher Zukunft zur Verabschiedung vorgelegt wird.

Jugendfeuerwehrwart Michael Wagenplast stellte die Kinder- und Jugendfeuerwehr vor. Diese stellen die tragende Säule der Nachwuchsgewinnung für die Einsatzabteilungen dar. Etwa 40% der aktiven Feuerwehrangehörigen stammen aus der Jugendfeuerwehr.

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